Archive for September, 2014

DAS ROHRDACH

Trotz der in der DDR wegen Materialmangels meist spartanischen Bauweise und der Vernachlässigung historischer Bauformen ist das Reet- oder – wie man in Mecklenburg-Vorpommern sagt – das Rohrdach auf den Inseln Rügen und Hiddensee immer noch weit verbreitet, auch bei vielen Neubauten. Diese seit Beginn des 19. Jh. übliche Form der Dacheindeckung war besonders kostengünstig, […]

SPURWEITE 750 MM – DER >RASENDE ROLAND<

Eigentlich verdankt die Rügensche Kleinbahn ihre Existenz der Zuckerrübe. Denn obwohl die Insel bereits 1883 durch eine Eisenbahnlinie zwischen Stralsund-Hafen und Bergen mit dem Streckennetz des Festlandes verbunden war und bald auch Anschlüsse nach Putbus, Lauterbach und Crampas/Sassnitz existierten, forderte der Landwirtschaftliche Verein bessere Transportmöglichkeiten für die leicht verderbliche Ware. Und auch die Aktiengesellschaft Ostseebad […]

DIE BÄDERKOSTE UND DAS MÖNCHGUT 6

Lobbe, Thiessow und Klein Zicker Rügen-Atlas: S. 239, F 2/3 In Göhren geht es von der Poststraße im Ortszentrum über die Thiessower Straße nach rechts bergab in die Hövt- straße. Man passiert das >Haus Seeschwalbe«, nach einer leichten Rechtskurve wird der Weg flacher. Kurz darauf steht linker Hand auf einer Wiese, umgeben von ausrangierten Seezeichen, […]

DIE BÄDERKOSTE UND DAS MÖNCHGUT 5

Göhren Rügen-Atlas: S. 239, F 2 Der Name des Ortes, der schon 1165 erstmals urkundlich erwähnt wurde, leitet sich vom slawischen Wort gora ab, was »Berg» oder »Hügel» bedeutet. Bis Mitte des 19. Jh. war Göhren ein verschlafenes Fischerbauerndorf, aber mit der »Entdeckung» der Ostküste Rügens durch den Badetourismus zog auch hier die neue Zeit […]

DIE BÄDERKOSTE UND DAS MÖNCHGUT 4

Wanderung durch die Granitz Rügen-Atlas: S. 239, E 1 Ausgangspunkt der Wanderung durch den Höhenzug der Granitz (Länge ca. 8 km, Dauer 2-3 Std.) ist die Strand-promenade in Binz. In südlicher Richtung geht es am Kurhaus, dem Musikpavillon und der Seebrücke vorbei. Etwa auf der Höhe der Putbuser Straße überquert man die Ahlbeek. Dieser kanalisierte […]

PRORA HITLERS >BAD DER ZWANZIGTAUSEND<

Versteckt hinter Kiefernhainen an einem der schönsten Strände Rügens liegt ein gigantisches Relikt der Nazis. Auf der Schmalen Heide zwischen Binz und Mukran sollte nach Vorstellung Dr. Leys, des Reichsorganisationsleiters der NSDAP, Führer der Deutschen Arbeitsfront und der Organisation Kraft durch Freude (KdF), das erste einer Reihe geplanter nationalsozialistischer Seebäder entstehen: ein fast 6 km […]

DIE BÄDERKOSTE UND DAS MÖNCHGUT 3

Unweit der Promenade befindet sich die Margaretenstraße, eine gute Adresse für Kunstliebhaber und Freunde des Kunsthandwerks. Die Galerie Jahreszeiten (Nr. 20) wartet mit einer originellen Sammlung aus 70 handgemalten Reproduktionen weltbekannter Originale auf – darunter »Mona Li-sa« und »Dr. Gachet« sowie die »Kreidefelsen«. Der Volksmund hatte dafür rasch den Namen Fälschermuseum parat, und so heißt […]

DIE BÄDERKOSTE UND DAS MÖNCHGUT 2

Die Strandpromenade Die ältesten und schönsten Beispiele der Bäderarchitektur finden sich zwischen der Einmündung der Putbuser Straße und der Seebrücke. Die Villa Agnes am so genannten Fischerstrand entstand um 1890 und war ein Geburtstagsgeschenk des Bäckermeisters August Brehme aus Thüringen an seine Frau. Als reines Sommerhaus konnte es nicht beheizt werden. Nach dem Zweiten Weltkrieg […]

DIE BÄDERKOSTE UND DAS MÖNCHGUT

Mondän wie zur Zeit ihrer Entstehung im 19. Jh. präsentieren sich die Seebäder mit ihrer typischen Bäderarchitektur. Das einst vom Rest der Insel abgeschiedene Mönchgut bietet heute vielfältige Attraktionen – traditionelle Fischerhäuser, Heimatmuseen, abwechslungsreiche Wanderungen, Radtouren und eine Vielzahl von Bademöglichkeiten. Binz Rügen-Atlas: S. 239, D/E 1 Kaum vorstellbar, dass Binz jahrhundertelang ein verschlafenes, von […]

DIE INSEL VILM

Der letzte große Holzeinschlag wurde im Jahre 1527 vorgenommen. Seitdem blieb die knapp 94 ha große Insel Vilm, die vor Lauterbach im rügischen Bodden liegt und einst mit Rügen verbunden war, fast ganz der Natur überlassen und ist seit 1936 auch gesetzlich geschützt. So kann man noch heute annähernd jenes »reine, schöne und einsame Naturerlebnis« […]